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Eine Millionen Unterschriften

- Menschen mit Behinderungen sind keine kleine Minorität, wir sind mehr als 50 Millionen EU-BürgerInnen mit einer Behinderungen, und stellen mehr als 10 % der EU-Bevölkerung dar.
- Eine Familie von 4 hat ein behindertes Familienmitglied
- Die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine universitäre Ausbildung erreichen, ist um 50 % geringer als bei nicht behinderten Menschen.
- Viele behinderte Kinder haben keine Chancengleichheit beim Bildungszugang.
- Unser Einkommen setzt sich weniger aus Erwerbseinkommen als aus Zuschussleistungen zusammen. Unser Einkommen ist überdies im allgemeinen wesentlich niedriger als das Einkommen von
nichtbehinderten Menschen.
- Unsere Arbeitslosenquote ist doppelt so hoch als die von nichtbehinderten Menschen.
- Wir leben in einer unzugängigen Umwelt, obwohl wir, gemeinsam mit anderen nur zeitweise mobilitätsbehinderten Menschen, 40% der Bevölkerung ausmachen.
- Einer von zwei behinderten Menschen konnte nie an Freizeit-, Kultur-, oder Sportaktivitäten teilnehmen und konnte nie ein Theater, ein Kino, ein Konzert oder Bibliotheken besuchen.
- Wir sind mit Isolation und Vorurteilen konfrontiert.
- Mehr als 200.000 Menschen mit Behinderungen sind in
geschlossenenen Einrichtungen untergebracht, ohne ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können und unter äußerst fragwürdigen menschenrechtlichen Bedingungen.
Die Möglichkeit, sich frei in Europa bewegen zu können, bleibt für- uns eine Vision, denn Barrieren aller Art hindern uns daran, unseren Wohnort zu verlassen.

DIE BEHINDERTENBEWEGUNG FORDERT:
1. Umfassende behindertenspezifische Nichtdiskriminierungsgesetzgebung, um Menschen mit Behinderungen zu schützen, um bestehende Barrieren zu beseitigen, um die Errichtung von neuen Barrieren zu verhindern, um Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu erreichen.
2. Ein rasches Unterschrifts- und Ratifikationsverfahren durch die Europäische Gemeinschaft und durch die EU-Mitgliedstaaten hinsichtlich der Internationalen Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
3. Konkrete Maßnahmen, Vorgaben und Ziele, um die Gleichbehandlung in der Bildung sicherstellen sowie auch die Teilhabe am sozialen Leben für behinderte Kinder durch regionale, nationale und europäische politischen Maßnahmen zu gewährleisten.
4. Konkrete Maßnahmen, Vorgaben und Ziele, um die Gleichbehandlung in Beruf und Beschäftigung durch regionale, nationale und europäische Politik sicherstellen.
5. Nationale Reformen zur Deinstitutionalisierung von Menschen mit Behinderungen und die zur Verfügungstellung von Alternativen für ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft durch qualitativ hoch stehende und leistbare, entsprechend finanzierte Dienste, auch auf EU-Ebene.
6. Mindestnormen hinsichtlich Zugängigkeit und Nichtdiskriminierung in allen Finanzierungsinstrumenten, auch auf EU-Ebene, um die Schaffung von neuen Barrieren zu verhindern.
7. Fakten und Zahlen über Behinderungen, die die tatsächliche Situation und Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen in Europa darstellen, als eine solide Grundlage für die Entwicklung von legislativen Maßnahmen und Initiativen, um unsere Rechte wirksam zu schützen.
8. Allgemein gültige Normen und Gesetzgebung, um volle Zugängigkeit zu Produkten und Dienstleistungen innerhalb der gesamten Europäischen Union sicherzustellen.
Wir, Menschen mit Behinderungen in Europa, fordern die Europäische Union, sowie die nationalen, regionalen und lokalen Behörden auf, in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren der Zivilgesellschaft, Diskriminierung zu einer Fußnote der europäischen Geschichte warden zu lassen!
MACHE DEN SCHRITT, ERREICHE EINE VERÄNDERUNG!
Eine Minute Deiner Zeit kann den Unterschied ausmachen und das Leben von mehr als 50 Millionen Menschen verändern
UNTERSCHREIBE bei www.1million4disability.eu
www.1million4disability.eu/form_de.asp?langue=EN

Sie befinden sich hier: VbA News aktualisiert: 10.09.2010